Herrnhuter Losungen

Montag, 18. November 2019
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Medizinische Dienste Ukraine – Operationen


Große Not bereitete den Geschwistern der großen Odessa-Gemeinde die schwere Erkrankung einer jungen Schwester, ein wachsender Gehirntumor mit drohender Sehstörung und Lähmung. Auf Bitten der Geschwister ließen wir die kostspielige Operation in Deutschland durchführen, die der Patientin völlige Heilung brachte. Eine Hüftgelenkoperation führte bei einer anderen Schwester auch zur völligen Wiederherstellung der Gesundheit.

Ein Jugendlicher aus der christlichen Gemeinde erlitt eines Tages, verfolgt durch Gleichaltrige, bei Berührung von Starkstromleitungen schwerste Verbrennungen. Auch diese Operation konnte durch die Gnade Gottes durchgeführt und so dem jungen Menschen entscheidend geholfen werden. Das Gleiche erlebten wir bei anderen operativen Eingriffen in unseren hiesigen Kliniken. Manche Träne wurde geweint, doch konnten viele Gebete durch diese medizinischen Hilfen dankbare und segensreiche Erhörung finden.

Die Augenoperation einer jungen Christin aus Moldawien in einer deutschen Spezialklinik brachte jedoch nicht das ersehnte Augenlicht. Die Erblindung blieb. Dennoch nahm dieses treue Gotteskind weiter Musik- und Gesangsunterricht, um die Gnade Gottes und die Liebe Jesu zu bezeugen. In diesen vielseitigen Diensten mit Höhen und Tiefen erlebten wir dennoch unseres Herrn Trost und seinen reichen Segen.

 

Medizinisches Zentrum Ceadir Lunga, Moldawien


Die Eheleute Vitali und Tamara P. lernten wir 1993 auf einem großen Jugendferienlager der Umlandgemeinden von Mittelmoldawien kennen. Bruder P. war Lehrer an einem staatlichen Internat, er spricht mehrere Sprachen und gibt außerdem Musikunterricht. Seine Frau ist als Deutschlehrerin tätig. Bei unseren Besuchen in Moldawien hat er uns immer gerne als Übersetzer gedient.

Viele Jahre litt Bruder P. unter einem furchtbaren Nervenleiden (Trigeminus). Vergeblich suchte er über Jahre bei Ärzten in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion Erleichterung und Heilung.

Eines Tages erschien er auf der Suche nach ärztlicher Hilfe plötzlich mit seiner Frau bei uns in Deutschland. Laut Visum war seine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland nur noch drei Tage gültig. Er erklärte, seine letzten Schmerzattacken hätten ihn fast zum Wahnsinn gebracht. Er sei wie benommen und völlig reiseunfähig gewesen. Wir riefen gemeinsam zu dem Herrn, unserem Gott, und baten um Abhilfe.

Die ärztlichen Untersuchungen ergaben: Eine lebensgefährliche Kopf- bzw. Gesichtsoperation in der neurochirurgischen Klinik Kassel war unvermeidlich. Wir brachten ihn dorthin. Wegen drohenden Gefahr von Dauerschädigungen lehnte P. die Operation jedoch ab.

Nach persönlichen Gesprächen gab er sein Einverständnis. Die Operation wurde durchgeführt und brachte völlige Wiederherstellung seiner körperlichen und geistigen Gesundheit. Die Eheleute P. wohnten zwei Monate bei uns.

Dadurch konnten wir ihre große Erleichterung, Freude und tiefen Dank, Gott und Menschen gegenüber, miterleben. Kurz darauf errichteten sie aus Dankbarkeit für die Erfahrung von Gottes Güte ein medizinisches Zentrum in Ceadir Lunga in Moldawien. Auch andere Menschen sollten so Gottes Barmherzigkeit erfahren.

Alle Patienten erhielten durch die sieben Ärzte kostenlose, ärztliche und fachärztliche Hilfe. Regelmäßig besuchten Eheleute P. zusammen mit gläubigen Freunden Kranke, Behinderte und einsame Menschen in ihren Elendsquartieren. Sie teilten sich die Arbeit nach Stadtbezirken.

Die Frohe Botschaft, dass Jesus der Heiland der Welt ist, uns unsere Sünden vergibt, uns trägt und heimwärts führt, begleitet stets ihre segensreichen Dienste. Wir sind dankbar, dass wir diese Arbeit von Anfang an persönlich, geistlich und finanziell unterstützen durften.

Viele Hilfsgütertransporte gelangten zum medizinischen Zentrum in Ceadir Lunga. Von dort aus wurde die Fracht an die Bedürftigen weiterverteilt. Das medizinische Zentrum wurde 2006 mit Hilfe gläubiger Christen durch den Erwerb eines größeren Gebäudes mit über zwanzig Räumen erweitert, die für Untersuchungen, Behandlungen, Labor und Apotheke, Therapie- und Jugendbetreuung sowie Armenspeisung Verwendung fanden.

Bedeutend mehr kranke und mittellose Menschen können so in Zukunft erreicht werden und vor allem das Evangelium Gottes hören.

Gott, der Herr, hat durch die Jahre hindurch wunderbar geholfen, geführt und letztendlich einen einst völlig entkräfteten und schwerstkranken Menschen geheilt, um ihn für viele Kranke, Leidende, Hilfsbedürftige zum Segen zu setzen.