Herrnhuter Losungen

Montag, 18. November 2019
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Missionsdienste in Moldawien


Mit mehreren Brüdern aus Moldawien trafen wir uns erstmals 1992/1993 beim Ausbau des Kinderheims in Odessa. Eine gemeinsame Besprechung sollte uns auf Bitten verschiedener Brüder mehr Klarheit bringen, wie und wo in diesem kleinen verarmten Land das Werk des Herrn gefördert werden konnte.

Daraus erwuchs unsere „Hilfe zur Selbsthilfe“. Dies beinhaltete zum Beispiel: Einrichtung einer Schuhmacherwerkstatt, Errichtung einer Hühnerfarm mit Bereitstellung einer Brutmaschine, einem Traktor mit landwirtschaftlichen Geräten, außerdem medizinische und ärztliche Betreuung, Unterstützung von Kinder- und Jugendarbeit, Freizeitlager, Missionsdienste in Heimen und Internaten. Die Verkündigung des Evangeliums in den entlegenen Dörfern sowie die Schriftenmission war genauso Ziel wie die Gründung von neuen Gemeinden wie zum Beispiel in Mossaid, Sovievka, Vinogradovca, Crechne, Karapalia und Vladimirovka u.a.

Weitere Begegnungen und Dienste führten zu Besuchen von Kranken und Hilfsbedürftigen sowie der Alters-, Pflege- und Kinderheime.

2007 konnten wir unser 15-jähriges Missionsjubiläum in Moldavien mit Missionaren, Gemeindeleitern und Behörden feiern. Voller Dankbarkeit für den Segen des Herrn in dieser Region hielten wir Rückblick auf die vergangenen Jahre und Einsätze.

In der Kreisstadt Cahul hatten wir häufig Gelegenheit, das Staatsgefängnis zu besuchen und mit Wort und Lied das Evangelium zu verkündigen. Gläubig gewordene Gefangene ließen sich im Gefängnis taufen und wir ermutigten sie für den Weg der Nachfolge.

Besondere Unterstützung erhielten außerdem Internate und Pflegeeinrichtungen. Dadurch öffneten sich auch hier die Türen zur Mission. Hilfsgütertransporte fanden in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Heimen dankbare Abnehmer.

Über ein größeres Verteilernetz von über zwanzig Gemeinden wurden die transportierten Hilfsgüter etliche Jahre gezielt unter den Bedürftigen und verarmten Menschen weitergereicht.

Im Blick auf die zum Teil dramatische Unterversorgung mit Lebensmitteln war es geboten, eine landwirtschaftliche Genossenschaft einzurichten. Über zwanzig Christen taten sich zusammen.

Sie pachteten oder erwarben viele Hektar Ackerland, um es gemeinsam zu bewirtschaften. Diese Hilfe zur Selbsthilfe wurde vom Verein Zisterne nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch durch die Bereitstellung von Traktoren, Mähdreschern und anderen landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten.

Aus dem Ertrag werden Jahr für Jahr immer noch hungernde und Not leidende Menschen mit Lebensmitteln bzw. den „Früchten des Feldes“ versorgt. Gott sei gedankt für seinen Segen und alle helfenden Hände.